Wird das Kitesurfen in Deutschland verboten?

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Die Nationalparkverwaltungen Wattenmeer hat das Bundesverkehrsministerium aufgefordert, das Kitesurfen in Nationalparks der Nordsee zu verbieten. Die Kite-Szene wehrt sich und hat eine Petition gegen das geplante Verbot gestartet.

345.000 Hektar – so groß sind die Nationalparks an der deutschen Nordseeküste. Ein Fläche, die es mit ihren Wattgebieten ohne Frage zu schützen gilt. Geht es nach den Nationalparkverwaltungen Wattenmeer, muss das Gebiet in Zukunft auch vor Kitesurfern geschützt werden. Beim Bundesverkehrsministerium ist deshalb schon ein Antrag eingegangen, der das Kiten an der deutschen Nordseeküste verbieten soll. Die betroffene Verordnung über das Befahren der Bundeswasserstraßen (NPNordSBefV) könnte vom Ministerium so geändert werden, dass sie Kite-Sportlern ihre Rechte auf der Nordsee entzieht. Eventuelle Ausnahmefälle müssten dann von Interessengruppen bei den Verwaltungen Wattenmeer beantragt werden, die jedem Antrag eine genaue Überprüfung folgen lassen wollen. Dass Prozedere könnte sich dann über Monate hinziehen.

„Kitesurfen ist eine Trendsportart, die auch im Wattenmeer populär geworden ist. Doch die großen Segel lösen bei Tieren Fluchtreflexe aus. Der NABU steht grundsätzlich für ein Miteinander von Sport, Tourismus und Naturschutz. Aber die Natur darf dabei nicht erheblich beeinträchtigt werden“, hat auch der NABU Position gegen das Kitesurfen bezogen.

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Logisch, dass sich da mittlerweile ein Widerstand in der Szene gebildet hat, schließlich geht es um die Zukunft einer ganzen Sportart. Viele eingetragene Vereine haben gemeinsam eine Petition aufgelegt, die das geplante Verbot verhindern soll. „Die Erfahrungen mit vergleichbaren Regelungen im niedersächsischen Nationalpark-Wattenmeergesetz machen deutlich: Die Nutzungsmöglichkeit für Kiter im Küstenmeer geht praktisch vollkommen verloren – hier ist gem. Nationalparkgesetz auf nur 0,38% der Wattenmeerfläche (1380 Hektar)  das Kiten erlaubt und jedes Jahr wird die Fläche durch weitere Verbote durch die Nationalparkverwaltung verkleinert“, heißt es von Seiten der Initiatoren der Petition. 

Die Szene hat bereits ihre Erfahrungen mit ähnlichen Verordnungen gemacht, die die Kitesurfer nach und nach von den Stränden verdrängen. Im aktuellen Fall könnte die Änderung im Wasserstraßengesetz des Bundes auch umfassende Auswirkungen auf die Ostsee-Küste haben. Der Kite-Sport, der eigentlich nur in Norddeutschland so richtig zu Hause ist, wäre damit in Deutschland wohl gestorben.Ziel der Petition ist es, das geplante generelle Kiteverbot abzuwenden, damit ein Sport nicht gefährdet wird, der bereits mit Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Meisterschaften im nationalen Bereich unzählige Menschen begeistert und 2017 zur olympischen Disziplin werden soll.“ Gleichzeitig sollen Arbeitsplätze im Tourismus und bei den Herstellern gesichert werden.

Wenn du die Petition unterstützen willst, dann unterschreibe hier.

Kommentare

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7 Kommentare zu "Wird das Kitesurfen in Deutschland verboten?"

  1. Hey Leute,wir kämpfen schon seit Jahren für eine Aufhebung des Kiteverbotes auf unserem See.Wenn ihr jetzt erstaunt seid das es auch eine Kitezene im Binnenland und dann auch noch im Osten gibt kann ich das verstehen,laut eurem Artikel glaubt ihr ja auch das Kiten nur in Norddeutschland zu Hause ist.Habe lange nicht soviel gelacht und die Jungs aus Rostock, Stralsund, Rügen,Wustrow usw.lachen glaube ich immer noch.So wirds wohl nichts von wegen Kiter Deutschlands vereinigt euch,da ist euer Horizont leider zu begrenzt.
    Aloha Peter von Geiseltalseekitern

    • FUNSPORT.de Magazin | 9. November 2015 um 14:05 | Antworten

      Hi Peter,
      Erstmal vielen Dank für deinen Kommentar. Zur Erklärung: Der Begriff „Norddeutschland“ sollte eigentlich die Ostseeküste mit einbeziehen. Die Formulierung ist womöglich an dieser Stelle unglücklich gewählt. Uns ist natürlich bewusst, dass es auch im Binnenland Kite-Sport gibt. Sollte das Wattenmeer aber tatsächlich für den Sport gesperrt werden, stellt das ohne Fragen einen sehr harten Einschnitt dar.

  2. „Doch die großen Segel lösen bei Tieren Fluchtreflexe aus“
    Spaziergänger lösen auch Fluchtreflexe bei Tieren aus. Soweit ich weiß wurde noch nicht bewiesen, dass Kitesurfen bestandsschädigend ist sondern ist nur eine These von Nabu-Rentnern. Ich würde diese Aussage überarbeiten oder belegen. Das Streuen dieses Gerüchts wird unserer Sportart sicher nicht helfen.

  3. Ach und Windsurfer dürfen dann noch? Wohl weil die Segel kleiner sind?? Ich glaub, ich spinne. Evt. kann man dann kiten mit Schirmen unter 7.5 qm freigeben?

    Und was mit Paraglidern oder Kinder die Lenk-Drachen steigen lassen? … und was ist miter der Naturbelastung von zigtausend Skifahrern und Snowboardern in den deutschen Alpen? Darüber redet keiner ….

    Ich denke, die Nationalparkverwaltungen Wattenmeer hat eine ziemlich einseitige Sicht der Dinge, die sich hoffentlich nicht durchsetzt, sonst kann im Prinzip alles verboten werden, was tendenziell die Natur schädigt. Und wenn überhaupt dann würde wohl eher ein Autofahrverbot z.B. am am SPO-Strand mehr bewirken, aber Autofahrer haben eben eine größere Lobby als Kitesurfer.

    Traurig, das Deutschland immer mehr von misantropen Bürokraten regiert wird, die spsortlichen Spaß und Freude als unnützen Luxus deklarieren und eher Silvesterböllerei und Alkoholkonsum tolerieren, als eine Sportart, die generationsübergreifend wie keine verbindet.

    Aber Schuld haben wir selbst, wenn wir immer weiter genau diese alten Säcke wählen.

  4. Yannick Denker | 26. Januar 2016 um 18:36 | Antworten

    Moin!Sehe das leider genau so wie mein Vorredner. Kitesurfen schädigt die Natur? Was fürn quatsch. Ich würde mal eher sagen, das die Schiffe und Tanker auf See und die Fußgänger die ihren Müll Sinnlos in die Gegend werfen. Wohl definitiv mehr der Natur und dem damit verbundenen Naturschutz schädigen. Als die Kiter, die ihre Std glücklich auf dem Wasser und am Wasser verbringen. Und zusätzlich und das ist wohl auch einer der nicht zu unterschätzenden Argumente. Die Wirtschaft,sei es auf Fehmarn, SPO oder sonst wo unterstützen.
    Sei es beim Einkaufen oder sonst wo.
    Fangt lieber mal da an wo es wirklich wichtig ist. Und nicht da wo es völlig unsinnig und sinnlos ist.

  5. Klar muss die Natur geschützt werden, aber auch der Sport stirbt. „Die“ wollen das kiten verbieten?!!!! Dann sollten die erstmal die windparks verbieten. Diese machen mich so WÜTEND. Vögel geraten zwischen die Flügel, Wale und ähnl.verlieren die Orientierung. Aber darüber Word kein Wort verloren. Ts. Wurden damals die Windsurfer auch verboten?!! Ich kriege wirklich langsam das k….. welche Macht die Lobbyisten mittlerweile haben.

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