Snowboard Germany: Das Wochenende der deutschen Rider

Snowboard_Ramona Hofmeister Winterberg©Snowboard World Cup Winterberg/YouTube

Es war ein ereignisreiches Wochenende für die deutschen Snowboarder. Beim Weltcup-Finale der Raceboarder wurde Ramona Hofmeister sensationell Dritte. Für die Snowboard-Crosser verlief der Contest in Veysonnaz (Schweiz) enttäuschend. Und: Die deutschen Meister im Slopestyle stehen fest.

Riesen Erfolg für Ramona Hofmeister! Die deutsche Nachwuchsriderin fuhr beim Weltcupfinale im Snowboard-Parallelslalom in Winterberg sensationell auf den dritten Platz. Auf dem Poppenberghang schaffte es die 19-Jährige aus Bischofswiesen bei ihrem erst fünften Weltcup auf das Podium, nachdem sie zuvor nie besser als Platz 25 gewesen war. „Ich bin mit keinen Erwartungen in das heutige Finale gegangen, weil ich flache Pisten nicht so gerne mag. Steile Hänge liegen mir eigentlich mehr“, wird Hofmeister von Snowboard Germany zitiert. „Es war einfach total super, total cool, mega! Ich hätte damit überhaupt nicht gerechnet“, konnte sie ihr Glück gegenüber der ARD kaum fassen.

Gutes Ergebnis der Frauen, Männer enttäuschen

Den einzigen deutschen Contest im FIS-Kalender gewann die Russin Alena Zavarzina vor der Österreicherin Ina Meschik. Im Hochsauerland konnten Anke Karstens als Zwölfte und Melanie Hochreiter auf Platz 15, das gute deutsche Gesamtergebnis abrunden. Die schon im Vorfeld als Weltcupsiegerin feststehende Tschechin Ester Ledecka wurde Siebte. Sie holte auch den Gesamtweltcup. Der Slalom ging an Patrizia Kummer (Schweiz). Bei den Herren scheiterten Patrick Bussler, Daniel Weis, Christian Hupfauer und Alexander Bergmann an der Qualifikation für die Finalläufe. Stefan Baumeister schied dort im Achtelfinale aus und wurde am Ende 16ter. Es gewann der Italiener Edwin Corratti vor seinem Landsmann Roland Fischschnaller, der sich mit dem zweiten Platz den Weltcupsieg sichern konnte. Der Gesamtweltcup geht an Radoslav Yanko (Bulgarien).

Snowboard-Cross: Da war mehr drin

Ein bitteres Wochenende erlebten die deutschen Raceboarder in Veysonnaz (Schweiz). Für Konstantin Schad ging die Pechsträne weiter, als er im ersten Halbfinale schwer stürzte. „Ich bin aus der Kurve rausgekommen und sehe nur noch wie Baum (Nick Baumgartner), wie eine Oma durch die Kurve fährt. Ich habe dann versucht, noch vorbeizukommen, bin dann aber in ihn rein und abgehoben“, blickte Schad gegenüber Snowboard Germany zurück. Der 28-Jährige fiel auf den Rücken, der ohnehin schon in der Vorwoche in Mitleidenschaft gezogen worden war. Schad beendete den Tag auf Rang 16 und kam auch beim zweiten Event am Sonntag wegen der Verletzung nicht über Platz 35 hinaus. Auch für Martin Nörl (19. und 21. Platz) war an diesem Wochenende mehr drin gewesen. Andreas Fischle und Florian Gregor schafften an beiden Tagen den Qualifikationscut nicht. Vom 19. bis 20. März steigt in Baqueira Beret (Spanien) das Saisonfinale im Snowboard-Cross.

Deutsche Slopestyle Meisterschaften

Am Sonnabend fanden in Westendorf (Österreich) die deutschen Meisterschaften im Slopestyle statt, die von Nadja Flemming und Luis Eckert gewonnen wurden. Beim Contest im Rahmen der Shred Town Austrian Masters zeigte Nadja Flemming einen Backside 360 und einen 50/50 to Frontside. „Was ein super Tag. Das war ein richtig gutes Set-up, ich freue mich schon jetzt aufs nächste Jahr“, sagte Flemming, die sich gegen Annika Morgan und Katharina Kasper durchsetzen konnte. Bei den Herren gewann Eckert mit einem Cab Double Underflip, Backside 540 to Cab 180 und einem Frontside 360 verdient vor Noah Vicktor und Maximilian Preissinger. „Das war ein guter Contest. Es hat Spaß gemacht, zumal es ein Happyend für mich gegeben hat“, freute sich Luis Eckert. Zuletzt hatte Snowboard Germany schon die Meister in der Halfpipe gefunden.

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