Per SUP über den Ganges

© Starboard

Er ist mit über 2.600 Kilometer Länge der zweitgrößte Fluss Indiens. Was liegt da näher als ihn mit dem SUP erkunden? Die gebürtige Inderin Shilpika Gautam hat das zusammen mit anderen „Verrückten“ getan.

Bereits im vergangenen Jahr, am 3. Oktober 2016, startete das Projekt „Ganges SUP“ in Gaumukh – die Quelle des Ganges auf 4.100 Meter Höhe im indischen Himalaya. Nun einige hunderte Tage, am 11. Januar 2017, und 2.977 Kilometer später hat es das Team geschafft und paddelt zur Mündung des Ganges bei Sagar. Eine wahnsinnig anstrengende Tour liegt hinter ihnen – eine Expedition, die auf das verdreckte Wasser des Ganges aufmerksam machen soll und für sauberes Wasser kämpft.

Doch mit ihrem Projekt hat Shilpika Gautam vor allem auch eins geschafft: Die in London lebende Inderin hat einen neuen Weltrekord aufgestellt. Für die von einer Frau längste kontinuierlich zurückgelegte Distanz auf einem SUP-Board hält sie nun den Guinness Weltrekord. Vor der Ganges-Tour lag der Weltrekord bei 2.231. Kilometer. Gautam bewältigte aber mehr als 2.500 Kilometer.

Ziel des Projektes

Bereits Ende 2015 kam Shilpika Gautam (Spitzname: Shilps) auf die Idee, ihre neue Leidenschaft, SUP-Fahren, mit ihren Wurzeln in Indien zu verbinden. Eine wirklich ernstzunehmende Umweltproblematik führte zur Geburt von Ganges-SUP: Die verdreckten Gewässer des Flusses. Doch das wahnwitzige daran. An dem Punkt, an dem sich Shilps für die Tour entschloss, stand sie gerade mal ein paar Stunden auf dem SUP-Board.

Shilpika Gautam © Ganges SUP

Shilpika Gautam © Ganges SUP

Shilps‘ Ansporn war es, auch mal die positiven Seiten des Flusses zu zeigen, wo doch in den Medien meist nur negativ über ihn und die laufenden Bemühungen um die Reinigung des Gewässers berichtet wird. Aber auch die positiven Geschichten der Flussbewohner und jener, die ihn tagtäglich nutzen, sollten im Vordergrund stehen. Im Blog – Gangessup.org – könnt ihr mehr darüber erfahren.

Gautam ist sich bewusst, dass nicht alle Ursachen für den verdreckten Wasserlauf bekämpft werden können. Doch mit ihrer Tour will und wollte sie ein Bewusstsein für Einwegkunststoffe schaffen. Sie möchte erreichen, dass schädliche Stoffe schon bevor sie in den Ganges gelangen, abgefangen bzw. erst gar nicht dort hineingegeben werden. In Zusammenarbeit mit dem Projekt stand außerdem Wateraid Indien, die sich ebenso an dem Weckruf beteiligen und die Regierung zum Handeln auffordern.

Wer steckt hinter Gautams Team?

Als Shilps anfing, an ihren verrückten Plänen zu arbeiten, war Spike Reid der erste, der an Bord kam. Shilps und Spike trafen sich in London durch Project Awesome – eine freie Fitness-Outdoor-Bewegung. Mit Spikes Expeditions-Hintergrund kam Ganges-SUP im Januar 2016 so richtig in Fahrt. Angesichts der großen Herausforderung, die Botschaft des Projektes (Schaffung eines Bewusstseins für saubere Gewässer) war definitiv ein drittes Team-Mitglied notwendig, das sich mit Umwelt-und Wasserverschmutzung auskennt. Pascal trat dem Team im Sommer als Umwelt-Wissenschaftler bei. Kumaran trat dem Team erst wenige Wochen vor dem Anpfiff bei, nachdem er über eine Outdoor-Abenteuerplattform von dem Projekt gehört hatte. Er sponserte sein Wissen in Sachen Geologie bei.

Die drei Phasen

Die Expedition war in drei verschiedene Abschnitte unterteilt.

Phase 1: In Gaumukh startete am 3. Oktober 2016 die Tour. Von dort aus ging es mit einer Kombination aus Trekking und Radfahren weiter bergabwärts Richtung Devprayag über Uttarkashi. In Devprayag treffen die Flüsse Bhagirathi und Alaknanda aufeinander – der eigentliche Beginn des Ganges.

Phase 2: Ab dem 15. Oktober war es an der Zeit, auf die iSUP-Boards herauszuholen, um die Strecke des sehr schnellen und ziemlich gefährlichen weißen Wassers bis zum Rishikesh zu paddeln. Hiernach ging es weiter nach Haridwar.

Phase 3: Mit Beginn des 20. Oktobers fing die längste Phase der Expedition an. In Haridwar verlässt der Fluss den Himalaya und fließt aus dem Bundesstaat Uttarkhand in UttarPradesh, Bihar, Jharkhand, Westbengal und schließlich ins Meer.

Das Starboard-Equipment

Für die Tour verwendeten die Abenteurer zwei verschiedene Board-Arten. Für die seichten Gewässer benutzten sie das iSUP Starboard Astro Stream 9’6″X36″. Für die etwas raueren Gegenden, in denen das Wasser unter der Oberfläche Steine und Felsen als „Überraschung“ bereithält, verwendeten sie das iSUP Starboard Elite Touring 14’0 X30 „.

Bei den Paddeln nahmen sie sehr stabile, aber dennoch leichte Paddel mit. Einstellbar mussten sie sein, um sie schnell und einfach an die Gegebenheiten anzupassen und einfach im Ruck zu verstauen. Das zweiteilige Enduro-Paddel von Starboard mit einem Tufskin-Blade und Carbon-Schaft war da die erste Wahl als Hauptpaddel für die flachen Abschnitt des Flusses. Sobald der Fluss tiefer und breiter wurde, wechselten sie zu den Carbon-Paddeln mit einem hybriden Kohlenstoff-Schaft und einem Kohlenstoff-Paddel.

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