Leipzig: Im Skatepark von Red Bull ist skaten verboten?

Skate_Red Bull Leipzig

Red Bull ist im Skateboarding eine der Firmen, die am meisten Geld in den Sport pumpen. Nun hat sich der Brausehersteller aber einen Fauxpas geleistet – und das ausgerechnet in Leipzig.

Die Kombination Leipzig und Red Bull sorgt in Deutschland für viele Diskussion. Seitdem die Österreicher sich aktiv im Fußball engagieren und mit RB („Rasenball“) Leipzig quasi ihr eigenes Franchise betreiben, kochen die Emotionen unter Fußballfans hoch. Tradition gegen Kommerz – es ist die alte Frage, inwieweit Geld den sportlichen Wettbewerb beeinflussen und wie weit das Engagement von Firmen mit kommerziellen Interessen im Kampf um das runde Leder reichen sollte. Was im Fußball für vielerorts für Proteste sorgt, hat im Actionsport eigentlich gut funktioniert. Hier ist Red Bull seit Jahren aktiv und weiß ein Team aus internationalen Top-Athleten hinter sich. Surfer, Kiter, Wakeboarder, Skater – der Brausehersteller wird von vielen Sportlern geduldet.

Nun hat sich Red Bull im Skateboarding aber einen ordentlichen Fauxpas geleistet. Und das ausgerechnet in Leipzig. Dort wurde vor dem Trainingszentrum der Fußball-Retorte ein kleiner Skatepark gebaut. Ein paar Ledges, einige Curbes und Banks – die örtliche Szene nahm den neuen Spot mit Wohlwollen zur Kenntnis. Dumm nur, dass die Geschäftsführung von RB Leipzig direkt hinter dem sogenannten „Skate Plaza“ sitzt und mit den Ridern anscheinend Probleme hat. VICE Sports berichtet jedenfalls, dass die Security „bereits scharf gegen erste Skateversuche“ vorgegangen ist. Mittlerweile wurde der Park umgestaltet. „Potentiellen Besuchern präsentiert sich seit Mitte März ein merkwürdiges Bild auf dem Vorplatz: Skateelemente, die kurzerhand mit Bänken verschalt oder anderweitig zu wenig einladenden Sitzmöglichkeiten umfunktioniert wurden, und als besonderes Highlight haben Radfahrer jetzt die Möglichkeit, ihren Untersatz direkt auf einer der Rampen abzustellen“, beschreibt VICE Sports.

Die Umbaumaßnahmen waren mit dem Architekten genauso wenig abgesprochen, wie die lokale Szene über die Sperrung des Spots informiert wurde, heißt es weiter. RB Leipzig war bisher auch gegenüber alternativen Lösungsansätzen nicht offen. Wir finden: Natürlich ist RB Leipzig als eigenständiger Verein/Unternehmen zu betrachten. Dass dieser aber die Projekte des eigenen „Sponsors“ boykottiert, sorgt für einen äußerst unglücklichen Eindruck.

Bilder und weitere Einblicke bekommst du auf www.sports.vice.com.

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