Freeride World Tour: Mayr und Wiemers schaffen den Cut für 2017

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In Fieberbrunn ging es für die Skier und Snowboarder der Swatch Freeride World Tour darum, sich für den weiteren Saisonverlauf und die Tour 2017 zu qualifizieren. Beim dritten Tourstopp schafften die deutschen Rider Felix Wiemers und Benedikt Mayr den Cut.

Die ersten großen Entscheidungen sind er gefallen. Beim dritten Stopp der Swatch Freeride World Tour im österreichischen Fieberbrunn ging es für die versammelte Weltelite um die Qualifikation für den weiteren Saisonverlauf und die Tour 2017. Das Event der wichtigsten Freeride-Tour der Welt musste zuletzt verschoben werden. Nach wechselhaften Bedingungen und anhaltend schlechter Sicht, konnte der Contest der besten Freeskier und Snowboarder am Nordhang des Wildseeloder (2118 m) gestern endlich starten. 620 Höhenmeter, bis zu 70 Grad Gefälle – die versammelte Weltelite erwartete abwechslungsreiches, frisch verschneites Gelände mit Felsen, Rinnen und weiten Schneefeldern. Für die 54 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging es um die Entscheidung, wer sich für die nächste Etappe der FWT in Haines/Alaska und zugleich für die FWT 2017 qualifiziert. Die deutschen Starter Benedikt Mayr und Felix Wiemers schafften den Cut.

Ski Snowboard_Freeride world Tour Fieberbrunn

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Freeski – Arianna Tricomi und Dennis Risvoll siegen

Felix Wiemers gelang ein starker Lauf, in dem er mit zwei Rückwärtssalti zeigen konnte. Der 27-jährige Hesse erhielt dafür 89,66 Punkte und katapultierte sich auf Rang Drei. „Beim ersten Sprung habe ich leicht das Gleichgewicht verloren. Dann musste ich volles Risiko gehen und habe beide Backflips perfekt gelandet“, freute er sich über die gezeigte Leistung und bilanzierte: „Fieberbrunn liegt mir!“ Besser waren nur der Norweger Dennis Riswoll und der Franzose Loïc Collomb-Patton, der auch die Gesamtwertung anführt. Den Sprung nach Alaska schaffte auch Benedikt Mayr.

„Ich bin total happy. Nach dem Sturz in Chamonix jetzt auf dem Podium zu stehen, ist super“, freute sich Nadine Wallner (AUT) über ihren zweiten Platz, der gleichzeitig die Qualifikation für die nächsten Aufgaben bedeutet. Einzig Arianna Tricomi (ITA) war an diesem Tag besser gewesen. Dritte wurde Lauren Cameron (CAN) mit 78,33 Punkten vor Lorraine Huber aus Lech am Arlberg (AUT), die nach ihrer Verletzung einen soliden Lauf mit einem gelungenen Air ablieferte und im Ziel resümierte: „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Run. Ich bin im oberen Bereich schnell gefahren und habe das umgesetzt, was ich mir vorgenommen hatte.“

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Snowboard: Der Gorilla fährt nach Alaska

Sammy Luebke (USA), Sieger des letzten FWT-Stopps in Chamonix, holte mit einem massiven Air im oberen Steilhang und einem Backside 360 stolze 89,66 Punkte und gewann verdient vor seinen Landmännern Jonathan Penfield (USA) und Christopher Galvin (USA) mit 78,33 Punkten. Flo Orley aus Innsbruck (AUT) startete wieder im Gorillakostüm und genoss den Wildseeloder in seiner ganzen Breite. 74 Punkte bedeuteten Platz sechs. Johannes Schnitzer aus München (GER) stürzte und belegte Platz sieben. Damit ist er leider nicht für die weiteren Stopps der FWT qualifiziert.

Bei den Snowboarderinnen holte sich Elodie Mouthon (FRA) mit 67,66 Punkten den Sieg vor Anne-Flore Marxer (SUI); die Siegerin von Chamonix und FWT-Weltmeisterin von 2011 holte 65,66 Punkte. Dritte wurde mit 62 Punkten Marion Haerty (FRA), die damit in ihrer ersten FWT-Saison zum dritten Mal auf das Podium fuhr. In der Gesamtwertung liegt die amtierende Weltmeisterin Estelle Balet (SUI), die heute Vierte wurde, punktgleich mit Anne-Flore Marxer (SUI) in Führung. Dritte ist Marion Haerty (FRA).


Nächster Halt: Alaska
Die Runs von Fieberbrunn lassen sich im Replay des Live-Webcasts unter www.freerideworldtour.com noch einmal anschauen. Und es geht Schlag auf Schlag weiter: Bereits am 17. März 2016 wird die SWATCH FREERIDE WORLD TOUR 2016 mit dem vierten Stopp in Haines in Alaska fortgesetzt. Dort geht es nicht nur um den prestigeträchtigen Sieg im amerikanischen Freeride-Mekka, sondern auch um wichtige Punkte für den zweiten Cut und die Teilnahme am Finale in Verbier (SUI).

Qualifizierte Ski Herren für Alaska Qualifizierte Ski Damen für Alaska Qualifizierte Snowboard Herren für Alaska Qualifizierte Snowboard Damen für Alaska
1- Loïc Collomb-Patton (FRA) – 4700
2- Logan Pehota (CAN) – 4000
3- Kristofer Turdell (SWE) – 4000
4- Fabio Studer (AUT) – 3480
5- Jérémie Heitz (SUI) – 3480
6- Léo Slemett (FRA) – 3280
7- Reine Barkered (SWE) – 3180
8- Ivan Malakhov (RUS) – 3085
9- Dennis Risvoll (NOR) – 3065
10- Stefan Hausl (AUT) – 3020
11- Felix Wiemers (GER) – 2860
12- Benedikt Mayr (GER) – 2825
13- Julien Lopez (FRA) – 2330
14- Drew Tabke (USA) – 1975
1- Eva Walkner (AUT) – 4700
2- Arianna Tricomi (ITA) – 4300
3- Jaclyn Paaso (USA) – 3955
4- Nadine Wallner (AUT) – 3825
5- Matilda Rapaport (SWE) – 3605
6- Silvia Moser (ITA) – 3490
7- Lauren Cameron (CAN) – 3270
1- Sammy Luebke (USA) – 5000
2- Jonathan Penfield (CAN) – 4000
3- Ralph Backstrom (USA) – 3780
4- Sasha Hamm (GRB) – 3340
5- Camille Armand (FRA) – 3270
6- Christopher Galvin (USA) – 3110
7- Florian Orley (AUT) – 3080
1- Estelle Balet (SUI) – 4700
2- Anne-Flore Marxer (FRA/SUI) – 4700
3- Marion Haerty (FRA) – 4180
4- Elodie Mouthon (FRA) – 3955
5- Mikaela Hollsten (NOR) – 3605

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